Was tun wir, wenn alles schief läuft und nichts mehr an seinem Platz steht?

Erinnert Ihr euch an den Beitrag, in dem ich mich gefragt hatte, ob ich dazu in der Lage wäre jemanden in unser Leben zu lassen? Ich war es, ich war back to basic und zurück im Karussell, vor dem ich so lange geflüchtet bin. Es war nicht einfach, denn was ist schon einfach und wer verliebt sich heutzutage noch zwischen Riesenrad und Erdbeereis. Trotzdem war es gut, es hat sich richtig angefühlt und gab uns Sicherheit. Die Basis stimmte und was die Zukunft bringen würde, kann man nie wissen. Also wieso den Kopf zerbrechen, wenn ich mich stattdessen auch zurücklehnen, genießen und über seine Witze lachen kann?!

Und dann eines Nachts, während du wartest, dass er kommt und dich zum Schlafen in den Arm nimmt, bleibt das Bett leer und den Gutenachtkuss bekommt eine andere.

 

…Error, Horror, Systemabsturz

 

Ich könnte Euch jetzt natürlich im Detail erzählen, was hier die letzten acht Wochen los war, Euch von den dutzenden Flaschen Wein und den Zigaretten erzählen. Davon, wie ich abgeschottet in der Komfortzone darauf gehofft hatte, dass es sich von alleine legt. Davon, wie ich gewartet hatte, dass der Schmerz, die Erniedrigung und vor allem die Demütigung sich verziehen und ich mich nicht mehr damit auseinandersetzen muss. Davon, wie gerne ich auf meine Wut hätte Taten folgen lassen, um die Konsequenz dafür zu veranschaulichen was passiert, wenn einem die Chance verwehrt wird sich zu verteidigen. Davon, wie verkümmert mein Selbstwert war und davon, wie ich mich ein dutzend Mal selbst in der Zeit beschissen hatte und so unweigerlich zum Mittäter wurde. Doch den Strip erspare ich uns allen, vor allem aber mir, denn ich brauche das kein zweites Mal.

Beschissen werden ist grausam und niederträchtig, denn der Verrat trifft dich immer unvorbereitet, belächelt dich und alles, wofür du eingestanden bist müde und frisst sich in deinen Selbstwert.

Doch irgendwann- und irgendwann ist meistens gar nicht so lange, wie man anfänglich befürchtet hatte- siehst du auch in diesem Tunnel wieder Licht. Wie schon so viele Male davor, als du dachtest, es würde nie wieder besser werden. Irgendwann fällt dir wieder auf, dass alles gut ist, sich das Theater nicht lohnt und nur deine Lebenszeit verplempert.

 

 

 

 

 

Als sich dann vor Kurzem in Südtirol die Berge groß und mächtig vor mir aufbäumten und mir veranschaulichten, wie klein ich doch eigentlich bin und wie noch viel kleiner meine Probleme sind, hatte ich das dringende Bedürfnis mir selbst zu beweisen, dass ich bis nach ganz nach oben laufen könnte. Dass alles möglich ist, wenn ICH nur will. Ich weiß das klingt ziemlich klischeehaft und auch ziemlich Hape Kerkeling, aber oben angekommen waren das Leben und ich wieder quitt.

Was ich damit versuche auszudrücken ist, dass die kleinen und großen Katastrophen im Leben dazu gehören und dass sie dich auch ausbremsen dürfen, aber eben nicht für immer! Und dass du aufstehen und allem, was sich dir in den Weg stellt, immer und immer wieder die Stirn bieten musst.

Damit du für dich selbst glücklich sein und das Leben führen kannst, welches für dich das lebenswerteste ist!

In diesem Sinne, Cruchi is back on track!

16