Gestern musste ich mal wieder am eigenen Leib erfahren, wie wichtig es ist sich gut zu ernähren und seinen Körper achtsam und mit Bedacht zu pflegen. Nach einer heftigen PMS fand ich mich mit Chips und Cola auf der Couch wieder und die Quittung kam keine 5 stunden später, in Form von heftigen Magenschmerzen und Wassereinlagerungen.

Viel zu oft stopfen wir leichtsinnig Müll in uns hinein und wundern uns dann, wieso wir an Verdauungsproblemen, Hautunreinheiten, Wassereinlagerungen und Fettpolstern leiden.

Ich persönlich lebe noch nicht immer so bedacht im Umgang mit meinem Körper. Als Teenie und auch als junge Erwachsene wurde ich immer wieder Opfer von Heißhunger Attacken. Gerade nach einer durchzechten Partynacht gehörte die Pizza am darauffolgenden Tag für mich zum Standardprogramm.

Um meine Figur einigermaßen zu halten, hungerte ich an den restlichen Tagen, nahm Abführmittel (was im Übrigen völlig sinnlos ist, also versuch’ es erst gar nicht nachzumachen) oder noch schlimmer, ich fand mich mit einem Liter Wasser und einem Finger im Rachen über dem Klo wieder.

Wir brauchen uns an der Stelle nicht darüber zu unterhalten, wie gestört so ein Verhalten ist, aber Ihr würdet Euch wundern, wie viele Frauen zu solchen drastischen Methoden greifen, um einigermaßen mithalten zu können oder besser gesagt ihr schlechtes Gewissen zu bereinigen, wenn man mal wieder Diät halten wollte, aber die Chipstüte zu verlockend war.

Gott sei Dank, änderte sich das mit der Schwangerschaft meines Sohnes schlagartig. Jetzt musste ich funktionieren, musste meinem Körper gute Nahrungsquellen liefern, musste ihn mit allem was ich geben konnte unterstützen, damit er “in Ruhe” einen Menschen austragen konnte. Also tauschte ich Tiefkühlpizza gegen Süßkartoffelpommes und Ofengemüse ein.

Im Nachhinein betrachtet kann ich sagen, dass es für mein Wohlbefinden die beste Entscheidung meines Lebens war. Nicht nur, dass diese Einstellung, meine ganzen Wehwehchen ins Nirvana katapultiert hat, sie half mir auch nach der Schwangerschaft, die übrigen Pfunde entspannt wieder loszuwerden.

 

 

 

 

Selbstverständlich läuft nichts ohne Bewegung. Wer langfristig straff und fit sein will, MUSS sich bewegen, und damit meine ich nicht einmal im Monat zum Zumba zu gehen. Bewegen bedeutet Cardio und Muskelaufbau. Wie oft werde ich gefragt, was ich so tue, um fit zu bleiben und wie oft ist mein Gegenüber dann geschockt, wenn ich sage, dass ich 5-6 Mal die Woche Sport treibe. Der Grund dafür ist zum Beispiel mein beschissenes Bindegewebe, denn um das straff zu bekommen, muss ich viel tun. Das ist vielleicht auch ein bisschen unfair, aber anstatt mich daran aufzuhängen, dass Andere es einfacher haben, beweg ich meinen Hintern einfach einmal mehr von der Couch und bin am Ende auch glücklich.

Natürlich muss man das nicht nachmachen, aber ich finde es sehr wichtig auch zu transportieren, dass ein definierter Körper nicht von drei Situps und einer Detoxkur kommen kann. Ehrlich gesagt bekomme ich sogar mittlerweile richtig das Kotzen, wenn ich sehe, wie die Leute für dumm verkauft werden. Wer etwas ändern will, sollte seine Ziele weiter stecken, als ein Sommer lang im Stehen “dünn” auszusehen. Anstatt sich den Prozess zu verteilen und langfristig eine gesunde Lebensweise anzunehmen, verlieren im April dann alle endgültig die Nerven, fangen an zu hungern und nehmen sogar vereinzelt Hormone, nur um dann ab September, wieder in alte Muster zu verfallen.

Dabei ist die Rechnung so einfach, wie simpel! Wer abnehmen will, muss lediglich ein kcal-Defizit erzeugen und das bedeutet nicht, dass man hungern muss. Theoretisch gesehen kannst Du alles so lassen, wie es ist, und musst zusätzlich einfach nur ein paar Sporteinheiten in Deinen Alltag einbauen. Und meistens kommt der Drang, die heiß geliebte Pasta gegen Znoodels am Abend einzutauschen, dann von ganz alleine.

Das Beste daran ist aber, dass man, wenn man das Mal verstanden hat, auf nichts mehr verzichten muss. Wenn ich lust auf etwas Deftiges habe, wie zum Beispiel einen Burger oder eine Pizza, dann mache ich mir die selbst, eben mit guten Zutaten. Ich habe im Prinzip nichts an meiner Ernährung geändert, sondern tausche lediglich Böse gegen gute Zutaten ein. Wenn ich beispielsweise lust auf eine Carbonara habe, dann koche ich mir die, allerdings mit Znoodles anstatt Pasta. Schmeckt genau so lecker, macht satt und vor allem glücklich, weil man seinen Gelüsten nachgekommen ist. Anstatt Dir morgens ein Müsli zu machen, welches mehr Zucker enthält als ein Schokoriegel, kannst Du dir Porridge aufkochen. Dauert keine 10 Minuten und kann mit Zimt oder Vanille verfeinert werden. Anstatt beim Grillen, als Beilage ein halbes Baguette zu essen, greif auf einen Maiskolben zurück, den kannst Du genau so gut in alle herrlichen Soßen dippen.

Ich glaube Ihr merkt, worauf ich hinaus möchte, im Prinzip sollte es so laufen, dass man sich nicht ständig in Verzicht übt, sondern seinen Körper einfach nur pflegt, ihm Gutes tut und ihm die nötige Zeit gibt, wenn man etwas verändern möchte. Wenn Du dich intensiv mit deinem Körper beschäftigst, in Dich hinein hörst und auf Signale achtest, wirst Du schneller, als gedacht Erfolge erzielen und LANGFRISTIG glücklich damit sein.

Outfit:

Kleid: H&M, Jeansjacke: H&M, Tasche: Mango, Schuhe: Onygo, Schmuck: Bershka

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