1. Do it yourself

Hier mal schnell ein Fertiggericht aus der Tiefkühlabteilung und da mal ein Pesto aus dem Glas und schon hat man unnötige Kosten auf dem Zettel, die man sich locker hätte einsparen können, indem man das Essen selbst zubereitet hätte. Es ist doch so, die Firmen wissen, dass wir abends müde und faul sind und eben genau das nutzen sie aus, indem sie uns ein vermeintlich perfektes Produkt vor die Nase halten, welches uns verspricht schnell zubereitet und auch noch lecker zu sein. Wer will das nicht?! Im Eifer der Müdigkeit nehmen wir dann auch gerne in Kauf, dass das fertige Produkt im Schnitt ca. 2/3 Euro teurer ist, als sich selbst noch mal schnell an den Herd zu stellen. Und mal ganz von dem Geldfaktor abgesehen, schmeckt frisch zubereitetes Essen immer besser und ist meistens gesünder, weil es keinen Konservierungsstoffen bedarf.

 

2. Essenplan für die Woche erstellen

Im ersten Moment klingt das ziemlich spießig und vor allem lästig, schließlich will man seinen täglichen Gelüsten nachgehen können und nicht nach Plan leben müssen. Doch für euren Geldbeutel gibt es nichts Schlimmeres, als ohne Plan und am Besten noch mit Hunger einkaufen zu gehen. In solchen Momenten gibt man dann, wie vom Wahn getrieben gerne mal das ganze Wochenbudget aus, indem man unkontrolliert alles in den Wagen wirft, was einem in diesem Moment als besonders lecker erscheint, ohne genau darüber nachzudenken, was man jetzt wirklich essen möchte. Zusätzlich kann man bei der Planung des Wochenplans auch mal den Vorratsschrank ausmisten, was uns zu Punkt drei bringt.

 

3. Vorräte aufbrauchen

Das folgende Phänomen ist denke ich fast jedem bekannt, man kauft auf Vorrat und die Konserven, Päckchen und Beutelchen verrotten trostlos im Wandschrank, ohne jede Form der Beachtung. Prinzipielle spricht überhaupt nichts dagegen einen gut sortieren Vorrat anzulegen, denn so hat man immer einen Plan B, wenn man sonntags spontan Lust auf selbst gemachte Pizza bekommt. Trotzdem solltet ihr euch, bevor ihr euren Wocheneinkauf plant, genau überlegen, was aufgebraucht werden muss. Vor allem wichtig: Der Blick in den Kühlschrank, denn anders als bei Konserven und Co. gibt es dort viele Produkte, die ein Genießbarkeitsdatum haben und folglich nicht unnötig weggeworfen werden sollten. Also checkt eure Vorräte und richtet euren Wochenplan in etwa danach, denn das spart nicht nur Geld, weil nichts mehr doppelt gekauft oder unnötig weggeworfen wird, sondern schont auch noch die Ressourcen und die Umwelt.

 

4. Blättchen lesen

Klingt im ersten Moment so abgedroschen wie der Wochenplan, doch der Blick in den bunten Prospekt kann dir helfen effektiv Geld zu sparen. Natürlich musst du abwägen, ob es sich lohnt alle Supermärkte der Stadt mit dem Auto abzufahren, nur um 20 Cent zu sparen, die du beim nächsten Tankgang dann wieder drauflegen darfst, doch für einige Produkte bewährt sich dieses System zunehmend. Kaffee beispielsweise. Der Lieblings Kaffee meiner Wahl, kostet regulär knapp 6 Euro das Pfund, doch ich weiß mittlerweile, und auch dank der Blättchen, dass es zwei Supermarktketten gibt, die ihn jeweils, einmal im Monat, für fast die Hälfte anbieten. Also wird Kaffee von mir folglich nur im Angebot und auf Vorrat gekauft. Es gibt für mich nichts Ätzenderes, als die vollen 6 Euro blechen zu müssen, weil ich vergessen habe meinen Vorrat aufzufüllen. So ätzend, dass das komplette Pfund fast schon schlechter schmeckt. Eben weil es völlig unnötig und das Geld sprichwörtlich aus dem Fenster geschmissen ist.

 

5. Mealprep

Großräumig verhasst, weil lästig, aber in sehr vielerlei Hinsicht effektiv. Wer jeden Mittag mit den Kollegen zu Tisch geht, hat im Monat schnell 100/150 Euro extra auf dem Tacho, ohne wirklich was davon zu haben. Ich weiß es ist nervig und niemand hat groß Lust vor der Arbeit zu kochen, muss man aber auch gar nicht. Einfach am Abend zuvor etwas mehr zubereiten und die Reste am nächsten Tag in der Mittagspause aufwärmen. Nicht nur, dass man sich dadurch Geld spart, man kann sich auch sicher sein, dass man keine Lebensmittel unnötig wegwerfen muss. Zweite massive Kostenfalle: Der Coffee to go! Einen vor der Arbeit und einen in der Pause, macht schnell mal 4 Euro extra pro Tag, die man sich sparen könnte, indem man seinen eigenen Kaffee einfach in nem Thermobecher selbst mitbringt. Noch ein Bonus dieser Methode, man spart täglich zwei Pappbecher und hilft somit unnötigen Müll zu produzieren.

 

6. Eine Liste schreiben

Es gibt Menschen die lieben Listen und es gibt Menschen die finden sie unnötig und zwanghaft und perfektionistisch und einfach nur neurotisch. Ihr ahnt es, ich bin kein großer Listenschreiber, doch ich hab mich daran gewöhnt, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier und braucht im Schnitt ca. 21 Tage, um sich neuen Gegebenheiten anzupassen. Zum Glück, denn jeder der vorangegangenen Punkte zerfällt ohne Liste jämmerlich zu Staub. Was bringt die ganze Planung, wenn man am Ende wieder planlos im Geschäft steht, während der Konsum schon eine Ecke weiter nach dir pfeift. Bestes Beispiel für mich hier: Der Einkauf in der Drogerie. Gehe ich ohne Liste in die Drogerie meines Vertrauens, verwandele ich mich beim Übertreten der Schwelle in das größte Konsumopfer aller Zeiten, in diesem Moment erschein mir jede Verpackung als gelungenes Accessoire im Badezimmer und jede Pflegeformel wirksam und plausibel. Solche Exzesse enden meistens damit, dass man unverhofft mit Karte zahlen muss, weil das Geld im Geldbeutel nicht mehr ausreicht. Mache ich mir jedoch eine Liste, habe ich genau die Produkte im Korb, die ich wirklich benötige, maximal verirrt sich noch etwas, was ich vergessen habe zu notieren oder gerade im Angebot und sowieso bald aufgebraucht ist.

 

 

Ich hoffe, diese Tipps waren nützlich und können euch beim Sparen helfen. Falls ihr selbst gute Einfälle habt, um noch effektiver Geld beim Einkauf einzusparen, würde ich mich riesig über einen Kommentar freuen. Zusätzlich könnt ihr euch hier noch meinen Wochenplan runterladen und ausdrucken. 

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